Besuch im Bezirksgericht der 4. Klassen

Unser Besuch am Bezirksgericht

Wir, Schüler der 4a und 4b, besuchten am 30.4.2014 das Bezirksgericht in Innsbruck. Da wir in der Deutschstunde über sinnvolle Strafen Erörterungen schrieben, organisierten Frau Mag. Leberer und unsere Deutschlehrerin Frau Permann einen  Besuch am Bezirksgericht.

Dort sollten wir eigentlich bei sieben Verhandlungen zusehen, wobei vier der sieben Angeklagten nicht bei ihrem Gerichtstermin erschienen.

  • In einer Verhandlung wäre es um das Dealen von Drogen gegangen, doch die Polizei konnte den Angeklagten nicht finden – die Verhandlung musste verschoben werden.
  • Bei einem anderen Fall ging es um Körperverletzung. Ein Mann hatte einen anderen so fest gegen eine Mauer gedrückt, dass dieser für 5 Minuten keine Luft bekommen hatte und danach kaum sprechen konnte.
  • Einmal ging es um Sachbeschädigung, der Angeklagte erschien jedoch auch nicht. Eine Videoaufnahme zeigte, wie der Angeklagte in einem Sportwettenlokal mit einem Barhocker eine Fensterscheibe eingeschlagen hatte.
  • Ein anderes Mal zahlte die Versicherung eines Unfalllenkers nicht. Die Klägerin und deren Vertreter erschienen zum Termin, die Verhandlung konnte aber ohne den Angeklagten nicht stattfinden.
  • Ein weiterer Mann wurde angeklagt, weil er als Angestellter angeblich Geld aus der Kasse einer Tankstelle genommen und eine Fleischkässemmel nicht bezahlt hätte.
  • In der letzten Verhandlung ging es darum, dass einer mit einem Regenschirm auf den Rücken eines anderen losgegangen war – und zwar nur wegen seines kleinen, über alles geliebten Hündchens.

Mir hat der Ausflug ans Bezirksgericht sehr gut gefallen. Wenn man die Verhandlungen im Fernsehen sieht, sind sie lange nicht so aufregend, manchmal bekommt man sogar wirklich Angst, wenn einer der Angeklagten plötzlich anfängt zu schreien.

Außerdem habe ich mir den Gerichtssaal komplett anders vorgestellt, als er tatsächlich ist. Es ist kein richtiger Saal, sondern eigentlich nur ein kleiner Raum, der modern und ganz in Weiß eingerichtet ist.

Ich hoffe, dass andere Klassen das auch erleben können und ich würde mich freuen, wenn wir noch einmal einen so tollen Ausflug machen könnten. (Lea P., 4a)

  1. … Allen Schülern hat es sehr gut gefallen  und wir hatten viel Spaß. Es war sehr interessant zu sehen, wegen welcher Delikte es zu einer Verhandlung kommen kann und wie verschieden die Strafen sein können. (Elena P. 4b)
  1. … Es wurden an diesem Tag keine Freiheitsstrafen für die Beklagten ausgesprochen. Viele haben sich dafür sogar bei der Richterin bedankt, dass sie nur eine Geldstrafe bekommen haben. Ich glaube, am Ende waren immer alle glücklich und entschuldigten sich, auch wenn es schwer fiel und sogar einige „Ausraster“ gab. Ein Beklagter musste sich als Strafe beim Kläger nur entschuldigen. Das kam mir vor wie im Kindergarten, da der eine immer alles abstritt und sehr cholerisch reagierte. (Marcel G. 4a)
  1. …Nach hitzigen Diskussionen wurde beschlossen, dass ein Handschlag der beiden und das Versprechen, sich in Zukunft aus dem Weg zu gehen, genügen. (Jakob W. 4b)
  1. … Dort angekommen wurden wir mit einem Eisendetektor auf metallische Gegenstände untersucht. Kurz darauf wurden wir in den Verhandlungssaal geführt und nahmen dort als neutrale Besucher Platz. (Tobias D. 4a)
  1. … Der Besuch am Bezirksgericht war sehr interessant und gab Einblick, für welche „Dummheiten“ man wie bestraft wird. (Vanessa D. 4b)
  1. … Während der Pausen hatten wir Schüler die Möglichkeit, die Richterin (Frau Rat) und die Bezirksanwältin zu den jeweiligen Berufen zu befragen oder schnell eine kleine Stärkung zu uns zu nehmen. „Es war alles in allem ein interessanter Tag“, bestätigte ein Schüler. „Da das (Disziplinar-)Verhalten der Klasse äußerst lobenswert gewesen war, können auch weiterhin Klassen der NMS Inzing das Bezirksgericht besuchen“, bemerkte die Richterin abschließend. (Daniel H. 4b)